Mittwoch, 12. Mai 2021

Frühling und Ausstand


Der Frühling zeigt langsam seine ersten Boten. Gefühlt ist der Winter dieses Jahr recht lang. Ich freue mich über die ersten Mini-Osterglocken und zähle die Tage, bis es aufwärts geht.

Ab und zu kommrt noch einmal Nachtfrost und verzaubert die Blüten der Primeln.


Zu meinem Geburtstag habe ich gebacken und unsere lieben Freunde zum Kaffeeklatsch eingeladen. Die beiden sind unsere einzigen Kontakte während der Pandemie und wir passen gut aufeinander auf.


Es gab ein "Solero"-Kuchen, der wie das bekannte Eis schmeckt - nach Maracuja.


Außerdem gab es noch eine Blaubeertorte mit Keksboden. Die war auch so lecker.


Von meinem Schatz habe ich eine Fahrradgepäcktasche bekommen, die kommt an den Gepäckträger meines neuen Fahrrades, ist wasserdicht und lässt sich auch wie ein Rucksack tragen. Sehr praktisch.



Sogar Pipa hat sich als Geschenk verpackt ;o)


Von der Kollegen habe ich einen sehr schönen Blumenstrauß bekommen...


...und ein tragbares Blumenbeet. Das steht nun vor dem Fenster auf dem Balkon.


Die ersten Blüten gehen auf und bringen Farbe in den Garten.


Heute konnte ich ein schönes Foto vom Vollmond machen.


Lilu ist neugierig und braucht einen guten Platz zum beobachten der Vögel und Eichhörnchen. Auch wenn es unbequem ist.


Heute ist es so sonnig und warm, dass wir am Nachmittag eine kleine Kaffeepause auf dem Balkon machen können. Das ist der Vorteil, wenn man Homeoffice macht.


Pipa genießt die Sonne und hält Siesta am Fenster.


Obwohl es schon der 7. April ist, kommt noch einmal Schnee. Wie sagt man doch: "April, April, der macht was er will."
Heute ist wirklich Aprilwetter, Schneetreiben, Sonne, Wind, Regen - von allem etwas.


Wir haben wieder mehr Vögel im Garten als in den vergangenen Jahren. Ich habe einen seltenen Grünspecht gesehen und nun ist an der Futterstation ein Dompfaff.


Am 15. April gebe ich meinen Abschied im WDR. Leider sind durch die Pandemie nur noch sehr wenige Kollegen im Haus. Viele arbeiten im Homeoffice. Trotzdem haben sich einige eingefunden, um mit mir anzustoßen.


Die größte Überraschung war, als sich noch mindestens 15 Kolleg*innen per Teams zugeschaltet haben und ich habe mich darüber sehr gefreut, fast alle noch einmal zu sehen, auch wenn nur auf dem Bildschirm.


Sie haben sich auch eine Menge einfallen lassen, womit ich nicht gerechnet habe, da wir ja nur sehr begrenzt im WDR sind.


Ich habe einen tollen Geschenkkorb bekommen und konnte gar nicht alles überblicken, was dort drin war. Das war schon überwältigend.

 
Liebe Wünsche für die Zukunft und viele persönliche Worte.


Von meinen Studenten habe ich noch einen Blumenstrauß bekommen.


Und einen riesigen Blumenstrauß von allen Kolleg*innen.


Der Korb war so liebevoll von meiner ehemaligen Kollegin Richarda, die bereits im Dezember in Rente gegangen ist, gestaltet und organisiert worden.


Ein Strand mit Liegestuhl, Sonnenschirm und Palme in einer alten Sauciere von Oma.


Benzingeld für das künftige Wohnmobil.


Einen 50€-Gutschein von Boesner, einem Geschäft für Künstlerbedarf mit einer Palette und Pinseln.


Ein Herzchen von meinem Chef.


Ein Eimerchen Beton-Gießmasse plus Anleitungsbuch.


Fahrradzubehör und ein Buch für schöne Touren in NRW.


Maus und Elefant, damit ich den WDR nicht vergesse.


Einen Gutschein für Fahrradzubehör in Höhe von 50€


und noch einen Gutschein über 50€ für das Dinger's Gartencenter. 


Die sind verrückt, und haben für viele meiner Hobbys etwas gefunden.


Dazu gab es noch weitere Blümchen und gute Wünsche.


Das war schon überwältigend, wenn man gar nicht damit gerechnet hat, dass so etwas zustande kommen kann in der Pandemie. Ich habe auch nach meiner Abschiedsmail an viele Kolleg*innen, die nicht aus meiner Abteilung waren, aber mit denen ich lange zusammengearbeitet habe, so rührende Mails und Karten bekommen, dass mir der Abschied doch mehr ans Herz ging, als ich gedacht habe.


Die Blumen habe ich dann zu Hause verteilt und konnte sie gar nicht so ausgiebig genießen, da ich am nächsten Tag schon in Urlaub gefahren bin. Aber ich habe sie fotografiert und so eine schöne Erinnerung daran.

Wie es zu dem Urlaub kam, erzähle ich beim nächsten Mal.

Lasst es euch gut gehen und bleibt gesund.

Eure Barbara



Freitag, 26. Februar 2021

Auf in den Frühling

 

Nach einem gefühlt laaaangen Winter geht es nun wieder aufwärts. Kalt, dunkel und früh sind so gar nicht meins. Durch Corona konnte man auch nicht viel unternehmen und so fühlte es sich an, als ob man ewig zu Hause freiwillig eingesperrt ist.


An einem Wochenende im Januar hat es geschneit und das war das Highlight für unsere beiden Katzen. Das erste Mal im Schnee.

 "Komisches Zeug, hab ich noch nie gesehen und es riecht nicht. Aber es ist so kalt an den Pfoten. Und die lustigen Schneeflocken lassen sich nicht fangen."


Man kann aber lustige Abdrücke im Schnee hinterlassen.

Der Garten sieht verzaubert aus und es ist so schön still. 

Am Wochenende bin ich mit meiner Freundin Birgit in die Nähe von Burscheid gefahren. Dort haben wir eine kleine Schneewanderung gemacht, Leider war es schon wieder so warm, dass es taute und der Untergrund ganz schön matschig war. Aber es war herrlich, durch die frische Luft zu laufen und die Weite zu spüren.

Mancher Weg war ganz schön abenteuerlich und man musste über Wurzeln und umgestürzte Bäume klettern. Zum Glück sind wir früh los, denn als wir zum Auto zurück gekommen sind war der Parkplatz voll und es warteten schon Autos, dass etwas frei wird.  Aber es hat Spaß gemacht.

Wir hatten uns heißen Tee mitgenommen und nach der Wanderung am Auto eine Tasse davon getrunken. Dann sind wir wieder zurück mit einem Herz voller Freiheit.

Es wird Zeit, dass es wieder mehr Farbe und Licht im Alltag gibt. Daher habe ich auf dem Markt ein paar Tulpen gekauft. So ein Farbklecks in der Wohnung hebt die Stimmung.

Seit Januar habe ich mich ans Brot selber backen gewagt. Unser Lieblingsbäcker ist in der Stadt und wegen Homeoffice komme ich nicht oft dort hin. Es gibt aber tolle Rezepte für den Thermomix. Das ist die Joghurtkruste. Ich habe noch Sonnenblumenkerne und Möhrenraspel hinzugefügt, damit bleibt das Brot lange frisch und saftig. Aber so lange hält es gar nicht, weil es frisch aus dem Ofen so lecker schmeckt.

Was kann man sonst noch so machen, wenn man zu Hause ist? Eine Suppenwoche planen. Also habe ich mir Rezepte herausgesucht und es gab einen Bohnen-Kartoffel-Eintopf;

Eine asiatische Tom-Kha-Gai-Suppe mit Hühnchen, Zitronengras, Ingwer und Kokosmilch. die war soooo lecker. Es ist auch nichts übrig geblieben.

Es ist wieder mal ein Wochenende und es hat in der Nacht geschneit. Ein kleiner Spaziergang durch den Schnee und hinterher gemütlich auf die Couch mit einem heißen Tee.

Hier kommt der nächste Eintopf. Ganz deftig nach schwäbischer Art. Kartoffelschnitz und Spätzle oder auch Gaisburger Marsch. So wie ihn meine Oma und Mama gemacht haben. Das wärmt die Seele.

Manchmal bewundere ich unsere Katzen, sie legen sich einfach hin und schlafen, wenn nichts interessantes passiert.

Ohh an unserer Futterstation besucht uns ein Kleiber. Vom Balkon aus kann man ihn schön beobachten. In letzter Zeit haben wir wieder viel mehr verschiede Vögel im Garten. Zuletzt war ein Grünspecht da.

Heute gibt es Gnocchi mit kleinen Tomaten, Minimozzarella und Basilikum. Sehr einfach zuzubereiten und unglaublich lecker. Falls sich jemand wundert, warum die Gnocchi so orange sind, das sind welche mit Süßkartoffeln. Hmmm

Pipa genießt die Fußbodenheizung und streckt alle Viere von sich.

Ein Strauß Osterglocken zieht ein und verspricht, dass es bald Frühling wird.

Endlich ist es so weit. Das erste sonnige Wochenende mit milden Temperaturen. Es zieht mich in den Pflanzenhof und ich kaufe frostsichere Hornveilchen und Primeln ein. Dann wird vor dem Haus ausgeputzt, abgeschnitten, gekehrt und die Töpfe neu bepflanzt. So sieht es schon besser aus und ich freue mich. 

Auch der Kasten auf der Fensterbank bekommt ein paar neue Blümchen. Dabei habe ich gleich noch das Fenster von außen geputzt und die Bank darunter gesäubert.

Durch die Bewegung und weil alles wieder schön aussieht, geht es mir richtig gut. 


Auch auf dem Balkon schneide ich alles vertrocknete zurück und bepflanze die drei Töpfe am Balkongeländer. Wenn man jetzt aus dem Wohnzimmer schaut, strahlen die Farben der Blümchen zurück.

Nachdem ich den Tisch gesäubert hatte,  bekam der Kopf auch noch ein Primelchen. Jetzt sieht es auf dem Balkon wieder sauber und frisch aus.

Am Sonntag kamen auf einmal die Kraniche aus dem Süden zurück. Viel früher als sonst.

Der Sonntag war so schön sonnig und warm, dass ich mit Birgit und Gerd eine 25 km Radtour gemacht habe, das war so schön und hinterher haben wir beim Bäcker Kuchen gekauft und auf der Terrasse Kaffee getrunken und viel erzählt. Es fühlte sich mal wieder "normal" an. Die beiden sind unsere einzigen Kontakte und wir passen gut aufeinander auf. So können wir sicher sein, dass wir uns nicht anstecken können.


Das Brot war schon wieder aufgegessen und nun habe ich zum 5. Mal Brot gebacken.

Ich stelle gerade fest, dass nicht viel passiert in dieser Coronazeit. Außer Essen, Kochen und Backen oder ein bisschen aufräumen, kann man ja nicht viel machen. 

Bei der nächsten Gelegenheit, wenn das Wetter schön und warm ist, werde ich mal alle Fenster putzen, dann wäre der Anfang für den Frühjahrsputz auch gemacht.

Ich wünsche euch eine gute Zeit und bleibt gesund.

Eure Barbara