Mittwoch, 24. Januar 2018
Bewegte Zeiten
Nach dem Sturm kommt der Frühling.
Es ist schon beeindruckend, was die Natur so alles bewegt.
Der Sturm in der letzten Woche hat sich ganz schön schnell bewegt, einmal von West nach Ost und auch einige Bäume, Dixi-Toiletten, Gießkannen, Mülltonnen und was sonst so nicht angebunden war wurde schnell vom angestammten Platz bewegt. Am letzten Donnerstag wurde in ganz NRW der Bahnverkehr eingestellt und bei uns hat man sogar kurzfristig die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten über eine Internet-Plattform initiiert, damit die Leute Abends wenigstens nach Hause kommen.
Zu Hause ist zum Glück nicht so viel passiert, das Winterquartier der Kübelpflanzen hat es umgeworfen und die Türen weg geweht. Aber es ist alles heile geblieben.
Mittlerweile steht alles wieder und ist abgedichtet. Bis zum nächsten stürmischen Tag muss ich das irgendwie noch ein wenig befestigen.
Am Sonntag war das Wetter endlich mal etwas besser und die Sonne kam sogar am Mittag zum Vorschein. Bei einem Rundgang in meinem Garten habe ich sie dann entdeckt: die Frühlingsboten. Schneeglöckchen stehen schon in den Startlöchern und das erste Grün sprießt.
Die Christrosen blühen auch schon sehr schön und das Vibrunum (Winterschneeball) blüht und duftet. Damit verbreitet sich schon ein leichtes Frühlingsgefühl.
Auch vor der Haustür gibt es ein herzliches Willkommen mit Schneemann und Alpenveilchen. Sogar der Rosmarin hat in diesem Jahr überlebt.
Auch im Topf nebenan blühen Christrose und eine zartrosa blühende Pflanze, die ich bereits im Herbst gepflanzt hatte. Ich weiß gar nicht, wie dieses Blühwunder heißt.
Am Samstag habe ich mich dann in den Pflanzenhof aufgemacht, Inspirationen holen. Das frische Grün schmeichelt den Augen und vertreibt das Wintergrau.
Die Hyazinthen duften und die bunten Primeln bringen gute Laune. Etwas Farbe muss nun auch in die Wohnung und alles sieht gleich viel heiterer aus. Also packe ich mir ein paar Primeln ein und eine blühende Orchidee, die als Ersatz für eine verblühte dient.
Auf dem Weg zur Kasse locken die neuen Dekorationen zum Kauf. Aber auch viele Ideen und Anregungen kann man sich kostenlos mitnehmen. Allerdings konnte ich nicht ganz widerstehen und habe mir einen solchen Ast mit Haken mitgenommen. Den würde ich gerne über den Tisch am Fenster im Wohnzimmer hängen und entsprechend den Jahreszeiten dekorieren. Ich hab da auch schon ein oder zwei Ideen.
*Nachtrag: Früüühling naht - heute Morgen haben die ersten Vögel gezwitschert, als wir das Haus verlassen haben :)
Wünsche allen eine schöne Woche
bis bald
Barbara
Montag, 8. Januar 2018
Sideboard aufgehübscht - kurze Wochenendaktivität
Am Wochenende war ich fleißig. Ich habe ein älteres Sideboard (Ikea von vor 25 Jahren), was mittlerweile nicht nur in die Jahre gekommen ist, sondern durch Sonne und Wasserschäden vom Blumen gießen ziemlich fleckig und unansehnlich wurde.
Das Wochenende habe ich nun dazu genutzt, unser Wohnzimmer ein wenig umzugestalten. Als erstes habe ich mein altes Sofa, das auch schon ganz verblichen war, zur Seite gebäumt. Das Sofa wird noch eine andere Baustelle. Es wird jetzt eingelagert und wenn wieder Platz in der Wohnung ist, soll es neu bezogen und in einem anderen Raum aufgestellt werden.
Aber nun zum eigentlichen Projekt. Nach dem Frühstück, habe ich alles gesaugt und sauber gemacht und dabei noch eine Spielmaus von unserer Katze unter dem Sofa gefunden :-) Leider lebt Sally schon einige Jahre nicht mehr aber es war ein schöner Moment, sich an sie zu erinnern.
Der Boden wurde mit Papier abgedeckt und ich habe die Farben und Pinsel zusammengesucht. Den Tisch habe ich mit einem Spezialreiniger eingesprüht und gereinigt und damit nicht nur den Schmutz sondern auch die alte Wachsschicht entfernt. Dann wurde die graue Farbe aufgerührt und das untere Teil gestrichen. Die obere Platte habe ich mit einem Primer gestrichen, der eine Sperrschicht ist, um damit das Vergilben zu verhindern. Damit der Primer trocknen kann, widme ich mich wieder dem Untergestell und verteile Weißwachs mit einem dicken Pinsel auf der grauen Farbe. Zum Abschluss wird noch ein Motiv auf allen vier Seiten mit Wachs schabloniert und nun kann das Wachs trocknen.
Der Primer ist mittlerweile auch getrocknet und die erste weiße Farbschicht kann aufgebracht werden. Leider schlägt doch etwas durch und ich behandle die Stellen noch einmal mit Primer nach. Am nächsten Tag wird eine zweite Farbschicht aufgebracht und nach dem Trocknen zwei Schichten mit Varnish, um die Kalkfarbe zu versiegeln.
Das Ergebnis ist toll geworden und das Wohnzimmer wirkt dadurch sehr großzügig. Ich hatte mir zu Weihnachten noch ein kleineres Sideboard bei einer Freundin gekauft, das in den gleichen Farben gestrichen ist und nun passen die beiden gut zusammen. Leider ist das Foto im Gegenlicht nicht besonders gut geworden, weil das kleine Tischchen vor dem Fenster steht. Bei Kunstlicht ist nicht so deutlich zu sehen, dass es die gleichen Farben hat.
nun wünsche ich allen eine schöne Woche und mir viele neue Ideen für weitere Projekte.
Lasst es euch gut gehen und bis bald.
eure Barbara
Mittwoch, 20. Dezember 2017
Weihnachtsmarkt 2017
Der Christkindel-Markt in der Scheune Bollig in Köln-Pesch war in diesem Jahr am 10. Dezember.
Also hieß es für mich am 9. Dezember alles aufbauen, das ging schnell. Am 10. Dezember habe ich noch Kleinigkeiten dazugelegt, wie z.B. den Schmuck, den wollte ich nicht über Nacht alleine lassen. Um 10:30 war ich vor Ort und mit heißem Tee und Bütterchen ausgestattet.
Alles war soweit bereitgestellt und ich habe die Lichterketten und einige Kerzen angezündet. Pünktlich zu Beginn des Marktes um 11:00 h begann es zu schneien und hörte nicht mehr auf. Für die Aussteller war das nicht so gut, da viele Leute gar nicht aus dem Haus gingen.
Leider wirkt alles nicht so festlich, wenn es noch hell draußen ist. Aber egal, dann mache ich es mir selbst feierlich. Mittags kam mein Sohn und ich hatte für die lange Zeit bis 18:00 h wenigstens Unterhaltung.
Ich fand meinen Stand ganz schnuckelig und habe dafür auch viele Komplimente bekommen. Nur kaufen wollten die Leute nichts. Ich habe diesmal nur zwei Teile verkauft. Aber das macht nichts für nächstes Jahr suche ich mir einen anderen Markt.
Ich hatte aber sehr nette Nachbarn. zwei Jungs, die eigentlich aus Tirol stammen und die es nach Pesch verschlagen hat. Sie habe Produkte aus Zirbenkiefer angeboten. Nebenbei hat einer kleine Edelweiß geschnitzt und ein gutes Früchtebrot, das die Mutter gebacken hatte, haben sie auch verkauft. Es war lustig mit ihnen. Sie haben alpenländische Musik vom Handy abgespielt und wir haben zusammen gesungen, bis die ersten Besucher kamen.
In diesem Jahr habe ich noch einige Bilder, die ich im Sommer gemalt habe gerahmt und mitgenommen.
Eine neue Etagere spart Platz auf dem Tisch für die kleinteiligen Betonsachen.
Dieses Jahr ist mein Stand übersichtlicher gewesen als im letzten Jahr.
Sogar meine Shabby-Chic-Möbel habe ich mitgebracht, aber es interessierte sich niemand dafür.
Obwohl nachmittags mehr los war, und ich auch mein aufgehübschtes Nähkästchen hoch gestellt habe, gab es nur wenig Interesse. Das Klientel auf diesem Markt kommt zum Kuchen kaufen und Schwatzen dort hin. Einen großen Umsatz kann man auf diesem Markt nicht erwarten.
Zum Trost habe ich mir selbstgestrickte Socken gekauft und von meinen Nachbarn zum Schluß noch ein leckeres Früchtebrot mitgenommen.
Ich glaube den 36. Pescher Christkindelmarkt werde ich nicht mehr mitmachen, ich habe vor, zum Adventsmarkt auf den Erdbeehof Schumacher in Erftstadt zu gehen, da kenne ich wenigstens noch einige von den Ausstellern. Zum Testen bin für den Frühlingsmakt am 1. Mai eingetragen. Das lässt sich gut vorbereiten und zeigt, ob das für den Advent etwas ist.
Möbel aufhübschen
Vintage-Traum
Von meiner Freundin habe ich ein altes Nachtschränkchen bekommen, was ich mit Farbe verändern und ihm ein neues Gesicht geben möchte. Ich hatte im Internet mal etwas gesehen und das wollte ich ausprobieren.
So sieht das gute Stück aus. Toll ist, dass es noch komplett aus Holz gefertigt ist und kein Pressspan.
Es ist ein wenig fleckig, das macht aber nichts, da es ja eine neue Farbe bekommen soll.
Also wie bei meinem ersten Schränkchen, wird auch dieses erst einmal gut gesäubert und dann mit einem Spezialreiniger abgewaschen. Einige Stellen werden abgeschliffen, um sie wieder glatt zu machen.
Die Möbelknöpfe habe ich entfernt und nach dem ersten Anstrich, sieht es schon ganz anders aus.
Der zweite Anstrich macht das ganze erst gut. Vor jedem neuen Anstrich muss das gute Stück erst einmal gut durchtrocknen. Wenn man es eilig hat, geht das auch mit dem Föhn. Die Tür ist weiß grundiert, weil ich damit noch etwas besonderes vorhabe.
Den Innenraum werde ich nicht schwarz streichen, aber gut säubern und versiegeln, damit er keinen weiteren Schmutz aufnimmt.
Bevor ich mich an die Tür des Schränkchens mache, probiere ich erst mal aus, ob das Übertragen eines ausgedruckten Fotos gut funktioniert. Dazu nehme ich ein Holzbrett, grundiere es, und klebe das Foto seitenverkehrt mit Fototransfer-Potch auf das Brett. Wenn alles gut getrocknet ist, wird das Bild mit Wasser eingesprüht oder man verwendet einen Schwamm und dann rubbelt man vorsichtig das Papier ab.
Zum Schluss, wenn alles gut getrocknet ist (Föhn) wird mit dem Potch noch einmal eingestrichen und richtig - wieder trocknen. Ganz zum Schluss habe ich ein Crackle-Medium aufgepinselt und diesmal alleine trocknen lassen. Dabei entstehen feine Risse in der Oberfläche und das Bild sieht alt aus. So soll es auch auf dem Schränkchen aussehen.
Hier noch eine Nahaufnahme...
Als das Brett fertig war, war es mir zu schade, als dass es nur als Muster dient. Also habe ich mit Schablone und Paste noch verschiedene Motive aufgebracht und mit Goldwachs verziert. Zum Schluss noch einen "Edelstein" aufgeklebt und so kann man es auch als Bild für die Wand verwenden.
Die Rauten, die ich auf Schrank und Schubladen aufbringen möchte sind etwas verzwickt, da ich keine Schablone als Vorlage habe, also bewaffne ich mich mit Lineal und Bleistift, lege die Mitte fest und zeichne meine Rauten an. Dann wird alles abgeklebt und mit dem Pinsel ausgemalt.
das Ergebnis lässt noch zu wünschen übrig.
Es braucht noch einen zweiten und dritten Anstrich. Dann das ganze Klebeband wieder abpiddeln. Leider bin ich mit dem Ergebnis nicht so zufrieden. Die Farbe ist etwas unter die Ränder gelaufen.
Also werden goldene Pünktchen auf die Ecken gesetzt um von den Rändern abzulenken. Aber wie man sieht hilft das auch nicht. Jetzt muss eine andere Lösung her, aber welche?
Bis mir etwas einfällt, mache ich mit dem Korpus weiter. Die Rückseite bekommt ein Herz, das mit Goldfarbe ausgefüllt wird. Darüber und darunter wird mit einer Schablone und Goldwachs noch ein Motiv aufgebracht.
Das sieht doch schon mal gut aus.
Nun zu den Seitenteilen. Auch hier wird ausgemessen und mit Bleistift ein Rautenmuster aufgetragen.
Damit ich mich nicht vertue, habe ich in jede Raute, die ausgemalt werden soll, mit dem Bleistift eine Markierung gesetzt. Ich versuche es diesmal ohne Abkleben.
na ja, wirklich gerade wird es auch nicht...
und der erste Anstrich ist nicht wirklich decken.
... der zweite Anstrich...
... nach dem dritten wird es schon etwas besser.
Gut gedeckt hat es dann aber nach dem vierten Mal. Aber leider sind auch hier die Kanten nicht besonders gerade.
Dann fällt mir eine geniale Lösung ein. Mit Lineal und einem Edding werden einfach alle Seiten der Rauten "begradigt".
Zum Schluss mit einer Schablone noch in Goldfarbe ein Brieflein aufgetupft und - voila - verläuft die Soße, wenn sie zu flüssig ist - also gibt es ein paar fette Buchstaben. Das sind die Worte mit "Gewicht" oder die laut sind oder besonders bedeutend? Ist eben handgemacht und das darf man auch sehen.
Am Schubladenteil wird noch eine Jahreszahl mit Schablone aufgetupft und ein Motiv, das sich auch an anderer Stelle wiederholt.
So sieht es nun aus.
schon ziemlich perfekt...
Das mit der verlaufenen Farbe hat mich doch irgendwie nicht in Ruhe gelassen und als ich im Bett lag, so kurz vor dem Einschlafen, kam mir der Gedanke, dass die Goldfarbe vollkommen verlaufen könnte, wenn ich die Versiegelung aufbringen will. PAAAANIK !!
Was mach ich denn nun? Ich werde mich erkundigen, ob es eine Sprühversiegelung gibt, die ich erst auf die mit Goldfarbe aufgemalten Bereiche sprühen kann, um die Farbe zu fixieren, danach kann ich das komplette Schränkchen dann mit dem Pinsel versiegeln.
Wenn ich das Problem gelöst habe fehlt nur noch die Tür mit dem Bild der Schönen Lady. Allerdings werde ich kein Mixed Media machen , sondern nur das Foto aufpotchen und mit dem Crackle-Medium auf alt trimmen.
Das Problem ist gelöst, ich habe mir Sprühversiegelung gekauft und alle mit der Goldfarbe aufgemalten Motive damit versiegelt. Zum Schluss wurde das Schränkchen einmal komplett versiegelt. Wenn ich die Tür dann auch fertig habe, gibt es eine zweite Versiegelung und dann ist es fertig.
Bei der Tür habe ich ein Problem. Leider hält das Foto nicht richtig. Beim Abrubbeln geht auch ein Teil der Farbe ab und die Lady bekommt Löcher. Ich habe es zwei mal ausprobiert. und bin im Moment etwas ratlos. ich werde alles noch einmal abschleifen und von vorne anfangen. Vielleicht kann ich das Innenteil der Tür herausnehmen und damit besser hantieren. Wenn es dann zur Zufriedenheit ist, setze ich es wieder ein.
Ich werde sehen, wie es am besten geht.
ich wünsche allen fröhliche und kreative Weihnachten und einen guten Rutsch in ein kreatives Jahr 2018.
Barbara
Bei der Tür habe ich ein Problem. Leider hält das Foto nicht richtig. Beim Abrubbeln geht auch ein Teil der Farbe ab und die Lady bekommt Löcher. Ich habe es zwei mal ausprobiert. und bin im Moment etwas ratlos. ich werde alles noch einmal abschleifen und von vorne anfangen. Vielleicht kann ich das Innenteil der Tür herausnehmen und damit besser hantieren. Wenn es dann zur Zufriedenheit ist, setze ich es wieder ein.
Ich werde sehen, wie es am besten geht.
ich wünsche allen fröhliche und kreative Weihnachten und einen guten Rutsch in ein kreatives Jahr 2018.
Barbara
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